Schloss Hauptwil

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Schloss

1664 kauften die Brüder Hans Jakob und Bartholome Gonzenbach die Gerichtsherrschaft Hauptwil. Es gehörte zur Gepflogenheit einer reichen Handelsfamilie - die Gonzenbachs gehörten zu den reichsten Schweizer Kaufmannsfamilien - den erreichten Sozialstatus entsprechend in Architektur umzusetzen. Das in nur einem Jahr erbaute Schloss erfüllte gleich mehrere Funktionen: Nebst Wohn-, Niedergerichts- und Geschäftssitz brachte man 1667 auch die evangelische Kapelle in den Kellergewölben unter.
Zwischen 1664 und 1671 entstanden ausser dem Schloss noch rund 40 weitere Industrie und Wohnbauten. Um dem mächtigen Bauvolumen überhaupt Herr zu werden, errichteten sie mit Bewilligung der eidgenössischen Tagsatzung eine Kalk- und eine Ziegelbrennerei.

Brunnen

Die prachtvolle Parkanlage verlieh dem Schloss eine majestätische Prägung. Nachdem das Schloss 1879 an die Familie Brunnschweiler verkauft werden musste, betrieb darin, nach einem weiteren Besitzerwechsel, die Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Thurgau zwischen 1891 und 1951 eine Haushaltungsschule. Seither dient das Schloss als Altersheim.

Das herrschaftlich über dem Manufakturdorf thronende Schloss birgt trotz seinem strengen, architektonischen Aufbau, der in seiner Gesamterscheinung noch dem Spätrenaissancestil verpflichtet ist, viele verspielte Details aus beinahe allen Epochen des Kunstschaffens.

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